Gaming Klimafreundlich Zocken - Wie Du beim Gaming weniger Strom verbrauchst

Da sitzt Du friedlich zu Hause und bist trotzdem ein Klimakiller? Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber fest steht: Gaming und Streaming bei Netflix und Co. verbrauchen ziemlich viel Strom. Motu & Quinn verraten Dir, was Du tun kannst, um beim Gaming Strom zu sparen.

Klimafreundlich Zocken WozNiu 2 min
Bildrechte: MDR

WozNiu Di 01.11.2022 07:40Uhr 01:39 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Bei der Stromerzeugung entsteht schädliches Kohlendioxid und das treibt den Klimawandel voran. Doch wobei wird eigentlich so viel Strom verbraucht?
1. Bei der Herstellung der Spiele, Filme und der Endgeräte
2. Bei Transport oder/und Speicherung der Daten.
3. Beim Abruf der Games und Serien zu Hause.
4. Beim Zocken selbst.

Soviel kann das ja nicht sein, oder? Ähm doch, schon, so ziemlich. Wir gucken mal genau: Netflix zum Beispiel gibt selber an, dass im Jahr 2019 allein für die Produktion und Speicherung der Daten auf seiner Webseite insgesamt 451.000 Megawattstunden Energie verbraucht wurden, soviel wie 56 Windräder im Jahr an Strom produzieren.

Die Verbraucherseite, also Datendownload beziehungsweise Streaming und der Verbrauch der Geräte zu Hause sind da noch gar nicht mit dabei. Beim Gaming sieht es nicht viel anders aus: Gaming PC´s verbrauchen zum Beispiel wegen ihrer oft sehr leistungsfähigen Grafikkarte bis zu 10 mal soviel Strom, wie ein normaler Computer. Und die rund 34 Millionen Gamer und Gamerinnen in Deutschland erzeugen pro Jahr durch ihren Stromverbrauch so viel Co², wie ein Auto, das rund 900 Millionen Kilometer fährt. Autsch.

Festplatte vs. Cloud - was verbraucht denn mehr Strom?

Mal nachgedacht: Die Daten, die Du auf Festplatte, Disc oder Stick hast, müssen nirgendwo anders bereitgehalten werden. Zockst Du also direkt auf der Konsole oder gucken deine Eltern ganz oldschool ne DVD, dann verbraucht Ihr nur den Strom für Eure Endgeräte. Beim Streaming oder Zocken in der Cloud ist das anders: Hier müssen die Daten in Rechenzentren bereitgehalten werden. Rechner, Klimaanlagen, das kostet alles Strom. Der ständige Down- und Upload, wenn Du zum Beispiel mit Buddies zockst, kostet ebenfalls jede Menge Energie. Kluge Leute haben errechnet: Eine Stunde Zocken nur auf der Konsole erzeugt ungefähr so viel Co² wie 300 Meter Autofahren. Eine Stunde Onlinegaming bringt es auf gut einen Kilometer. Zusammengefasst: Cloudgaming und Streaming verbrauchen ungefähr dreimal so viel Energie, wie Zocken auf der Festlatte oder Fernsehen wie früher. ⁉

Und wie kannst Du nun beim Onlinegaming und Streaming sparen? Sparpunkt 1: Je besser die Lan- oder W-Lan-Verbindung, desto mehr Strom kannst Du sparen. Wenn Du übers Handy zockst, am besten auch W-Lan. Mobile Datenverbindungen brauchen mehr Strom. Und da sind die älteren Netze wahre Stromfresser: G3 braucht bis zu 40 Mal mehr Strom beim Zocken, wie G5. Sparpunkt 2: Je niedriger die Bildschirmauflösung, desto mehr Strom kannst Du sparen. Überlege also, was Du an Pixeln wirklich brauchst. Die niedrigste Auflösung spart im Vergleich zur höchsten rund das 20-fache. Sparpunkt 3: Wenn aus ist, ist aus: Speichern und Ausschalten spart im Vergleich zu Pausen- oder Standby- Einstellungen. Sparpunkt 4: Downloaden statt streamen. Lange Spiele lieber direkt von der Festplatte zocken. Wie schon gesagt: Vorteil 3:1 gegen das Streaming. Sparpunkt 5: Alte Geräte und Games solltest Du, wenn möglich, verkaufen und neue am besten gebraucht kaufen. PC´s oder Konsolen, die gerade mal ein Jahr gebraucht wurden, gibt es oft refurbished für die Hälfte und trotzdem noch mit Garantie. Merke: Auch bei der Herstellung und Entsorgung der Hardware werden jede Menge Strom, Energie und wichtige Rohstoffe und verbraucht.